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Diese Internetseite entstand im Jahr 2009 begleitend zum Streik beim Wiesbadener Autozulieferer Federal Mogul. Seit Mitte Mai 2009 werden diese Seiten nicht mehr aktualisiert. Zuvor wurde nach Einschätzung der IG Metall ein tragfähiger Kompromiss zwischen der Geschäftsleitung und Arbeitnehmern erziehlt, der zum Ende der Streikaktionen führte. Die hier veröffentlichten Inhalte dokumentieren, was zuvor geschah und zeichnen den Weg bis zum Ende des Streiks nach.




15. Mai 2009
Pressespiegel vom 04. März bis 14. Mai 2009
zum Streik bei Federal Mogul



 Pressespiegel (PDF im neuen Fenster)



15. Mai 2009
Gesammelte Medieninformationen der IG Metall
vom 05. Mai bis 13. Mai 2009 zum Streik bei Federal Mogul



 Gesammelte Medieninformationen (PDF im neuen Fenster)



13. Mai 2009
Durchbruch erkämpft


 STREIKnachrichten Nr.3 (PDF im neuen Fenster)



13. Mai 2009
Artikel bei hr online:
Kurzarbeit statt Kündigungen

Beim Wiesbadener Autozulieferer Federal Mogul wird es ein Jahr lang keine betriebsbedingten Entlassungen geben. Darauf haben sich nach Tagen des Streiks Betriebsrat und Geschäftsleitung geeinigt...
Zum kompletten Artikel (neues Fenster)



Streikhelfer im kalten Winter sind mobil einsetzbare Heizpilze ! Im Internet sind sie hier zu finden.


13. Mai 2009
Streik unterbrochen - IG Metall Forderung "Kurzarbeit statt Entlassungen" weitgehend durchgesetzt
Nachdem bei den gestrigen Verhandlungen bei dem Wiesbadener Automobilzulieferer Federal Mogul am Abend ein Durchbruch erzielt werden konnte, wurden im weiteren Verlauf der Nacht nähere Einzelheiten festgelegt. Das Ziel der IG Metall und des Betriebsrates, die von der Geschäftsleitung geplanten 436 Entlassungen zu verhindern, konnte zum großen Teil erreicht werden. Kurzarbeit und Qualifizierung sollen in großem Umfang angewendet werden.

Die Eckpunkte des vorliegenden Ergebnisses sind:

120 Beschäftigten sollen Aufhebungsverträge angeboten werden. Sollten diese nicht in vollem Umfang zustande kommen, können betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Die Betroffenen erhalten Transferkurzarbeitergeld, das auf 80 % des letzten Nettoverdienstes aufgestockt wird.

Bis zum 30. Juni 2010 sind weitere betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Ferner ist eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit abgeschlossen worden.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur soll 80 Beschäftigten über 50 Jahre eine freiwillige Ausstiegsoption angeboten werden, die über mehrere Jahre die finanzielle Situation der Betroffenen absichert.

200 Beschäftigte werden über 13 Monate mit konjunkturellem Kurzarbeitergeld gesichert, das ebenfalls auf 80 % aufgestockt wird. Vor dem 30.06.2010 werden zwingend weitere Möglichkeiten zur Beschäftigungssicherung geprüft.

IG Metall und Betriebsrat bewerteten die vorliegenden Eckpunkte als tragfähigen Kompromiss. Um die sich ankündigenden Fernwirkungen auf die Automobilindustrie möglichst gering zu halten, wurde der Streik vorläufig unterbrochen. Die Beschäftigten werden heute auf Betriebsversammlungen über das Verhandlungsergebnis informiert; die Urabstimmung über die Beendigung des Streiks wird voraussichtlich in der kommenden Woche erfolgen.

Der Betriebsratsvorsitzende Alfred Matejka bedankte sich bei den IG Metall Mitgliedern für das solidarische Verhalten, durch das der Erfolg erst ermöglicht worden wäre.

"Euer Kampf ist beispielhaft für Belegschaften, die ebenso wie ihr in dieser Krise für ihre Arbeitsplätze kämpfen müssen. Die IG Metall ist stolz auf Euch," sagte Michael Erhardt, Streikleiter und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wiesbaden-Limburg."

Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall Bezirkes Frankfurt sagte, die IG Metall erwarte von allen Unternehmen, die Krise nicht zum vorsätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen zu nutzen, sondern die bereitstehenden Instrumente zur Beschäftigungssicherung offensiv umzusetzen. Ein Konflikt wie dieser könne sich jederzeit wiederholen. Fantasie- und sinnlose Vernichtung von Existenzen werden die Beschäftigten nicht kampflos hinnehmen.



12. Mai 2009
Durchbruch erzielt - Streik ist unterbrochen
Bei den seit dem frühen Morgen laufenden Verhandlungen bei dem Wiesbadener Automobilzulieferer Federal Mogul konnte am Abend ein Durchbruch erzielt werden. Das Ziel der IG Metall und des Betriebsrates, die von der Geschäftsleitung geplanten 436 Entlassungen zu verhindern, konnte zum großen Teil erreicht werden. Kurzarbeit und Qualifizierung sollen in großem Umfang angewendet werden. Im weiteren Verlauf der Nacht sollen nähere Einzelheiten festgelegt werden.

IG Metall und Betriebsrat bewerteten die vorliegenden Eckpunkte als tragfähigen Kompromiss. Um die bereits jetzt einsetzenden Fernwirkungen auf die Automobilindustrie möglichst gering zu halten wurde der Streik vorläufig unterbrochen. Weitere Entscheidungen werden für morgen erwartet, wenn das Ergebnis im Detail vorliegt.

Der Betriebsratsvorsitzende Alfred Matejka bedankte sich bei den IG Metallmitgliedern für das solidarische Verhalten, durch das der Erfolg erst ermöglicht worden wäre.

"Euer Kampf ist beispielhaft für Belegschaften, die ebenso wie ihr in dieser Krise für ihre Arbeitsplätze kämpfen müssen. Die IG Metall ist stolz auf Euch," sagte Michael Erhardt,
Streikleiter und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wiesbaden-Limburg."

Armin Schild, Bezirksleiter des IG Metall Bezirkes Frankfurt sagte, die IG Metall erwarte von allen Unternehmen, die Krise nicht zum vorsätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen zu nutzen, sondern die bereitstehenden Instrumente zur Beschäftigungssicherung offensiv umzusetzen. Ein Konflikt wie dieser könne sich jederzeit wiederholen. Fantasie- und sinnlose Vernichtung von Existenzen werden die Beschäftigten nicht kampflos hinnehmen.



12. Mai 2009
Solidarität aus dem Daimler Werk in Untertürkheim




In der Mitte: Michael Clauss, Betriebsrat vom Daimler Werk in Untertürkheim. Er und sein Kollege brachten die solidarischen Grüße der Beschäftigten des Federal Mogul Kunden. Er forderte, Stunden, nicht Menschen zu entlassen und neue Formen der Arbeitszeitverkürzung zu finden, um Beschäftigung zu sichern. "Euer Weg ist gut und richtig. Uns in Untertürkheim gehen die Herzen auf. Wir wünschen Euch viel Glück und viel Kraft, wir unterstützen Euren Kampf!"



12. Mai 2009
Die Streikfront steht wieder
Seit heute morgen um sechs Uhr sind die Beschäftigten des Wiesbadener Automobilzulieferers Federal Mogul erneut im Ausstand. Mit Beginn der Frühschicht legten die Beschäftigten die Arbeit nieder. Hintergrund der Auseinandersetzung sind die Pläne der Geschäftsleitung, 436 Arbeitsplätze am Standort Wiesbaden abzubauen. Die IG Metall fordert für die Betroffenen einen Sozialtarifvertrag, in dem hohe Abfindungen, ein Kinderzuschlag als soziale Komponente und Mittel zur Qualifizierung geregelt sind.

Derweil laufen die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan seit dem frühen Morgen weiter. „Es ist Bewegung in die Gespräche gekommen“, bewertet Michael Erhardt, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wiesbaden-Limburg, die Situation. Der Ausgang der Gespräche sei offen. Solange sich keine Einigung abzeichne, werde der Streik aufrecht erhalten.



11. Mai 2009
Streik bei Federal Mogul wird ab Dienstag fortgesetzt
Der Streik beim Automobilzulieferer Federal Mogul in Wiesbaden wird ab Dienstag, 6 Uhr, fortgesetzt. Ein entsprechender Beschluss des IG Metall Vorstandes wurde am Montag getroffen.
Nach dreitägigem Arbeitskampf war der Streik am Samstagmorgen unterbrochen worden, um der Geschäftsleitung Gelegenheit zu geben, ihre starre Haltung zu überdenken.
In einer Urabstimmung hatten am 6. Mai 94,39 Prozent der ca. 1400 Metallerinnen und Metaller für einen Arbeitskampf gestimmt. Hintergrund der Auseinandersetzung sind die Pläne der Geschäftsleitung, am Standort Wiesbaden 436 Stellen abzubauen. Die IG Metall will für die Betroffenen einen Sozialtarifvertrag durchsetzen.
 STREIKaufruf (PDF im neuen Fenster)







9. Mai 2009
Solidaritäts- und Familienfest
Am Samstag organisierten die Beschäftigten ein großes Solidaritäts- und Familienfest vor dem Streiklokal an der Stielstraße 19 in Wiesbaden.
Das Fest in Bildern (Ein Pop-Up Fenster wird geöffnet)













8. Mai 2009
Streik wird unterbrochen
Nach dreitägigem Arbeitskampf bei dem Automobilzulieferer Federal Mogul in Wiesbaden wird der Streik mit Ende der Nachtschicht am Samstagmorgen unterbrochen.
Streikleiter und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wiesbaden-Limburg Michael Erhardt erklärte, „wir geben der Geschäftsleitung Gelegenheit, ihre starre Haltung zu überdenken und ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten nachzukommen.“
Am kommenden Montag, dem 11. Mai, finden die nächsten Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat zu einem Interessenausgleich statt.
„Hier haben die Arbeitgeber die Möglichkeit, einzulenken.“ Anschließend werde die IG Metall über ihr weiteres Vorgehen im Streik entscheiden.

Die Versuche der Geschäftsleitung, Streikbrucharbeiten zu organisieren, scheitern weiterhin kläglich. So erklärte der frühere Beschäftigte Orkan Yurtseven, er sei telefonisch angeworben worden. „Wenn der Streik vorbei ist, werde ich gern wieder für Federal Mogul arbeiten – vorher aber auf keinen Fall. Ich wünsche Euch viel Erfolg!“ sagte er den Streikenden vor dem Tor.

Am kommenden Samstag organisieren die Beschäftigten ab 13:00 Uhr ein großes Solidaritäts- und Familienfest vor dem Streiklokal an der Stielstraße 19 in Wiesbaden.











8. Mai 2009
Einstweilige Verfügung läuft ins Leere
Bei dem Automobilzulieferer Federal Mogul in Wiesbaden zeigten die Beschäftigten auch am dritten Streiktag hohe Entschlossenheit, einen Sozialtarifvertrag durchzusetzen. Wieder versammelten sich hunderte Metallerinnen und Metaller vor den Werkstoren. Die einstweilige Verfügung, die die Geschäftsleitung am Vortag erwirkt hatte, lief derweil ins Leere: Auch in der vergangenen Nacht gab es keine Versuche von Streikbrechern, das Werk zu betreten.

Der Betriebsratsvorsitzende Alfred Matejka beschrieb das Vorgehen der Geschäftsführung als völlig überzogen, schließlich sei der Zugang zum Werk jederzeit möglich gewesen. „Wenn über 94 Prozent der Beschäftigten bei der Urabstimmung für einen Streik stimmen, ist mit internen Streikbrechern auch nicht zu rechnen.“

Die Beschäftigten von Federal Mogul erhalten zunehmend Unterstützung aus Öffentlichkeit und Politik; Heidemarie Wiczorek-Zeul besuchte die Streikenden und erklärte ihre Solidarität. Sie erinnerte an eine zentrale Bestimmung der Verfassung, wonach Eigentum verpflichtet. Sie forderte die Geschäftsleitung auf, auf Entlassungen zu verzichten und die erweiterten Möglichkeiten der Kurzarbeit zu nutzen. „Diejenigen, die die Werte schaffen, müssen im Unternehmen bleiben.“





8. Mai 2009
Helga Schwitzer bei den Streikenden:
„Toll, was ihr hier leistet“



 STREIKnachrichten Nr.2 (PDF im neuen Fenster)







7. Mai 2009
Unternehmen auf Konfrontationskurs
Auch am zweiten Streiktag zeigten die Beschäftigten des Automobilzulieferers Federal Mogul in Wiesbaden ihre Entschlossenheit, einen Sozialtarifvertrag durchzusetzen.
Morgens besuchte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und zuständig für Tarifpolitik, die Streikenden vorm Werkstor. Sie bezeichnete die Auseinandersetzung, die die Streikenden führen, als Symbol für die gesamte Republik und forderte die Geschäftsführung auf, gerade in den Zeiten der Krise ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und Arbeitsplatzabbau zu verhindern.

Statt Verhandlungen aufzunehmen verschärfte die Unternehmensleitung im weiteren Verlauf des Tages ihren Kurs und bemühte das Wiesbadener Arbeitsgericht. Dieses hat zunächst überraschend und ohne Anhörung verfügt, dass die Streikenden LKWs ins Werk lassen müssen. Die IG Metall kündigte an, dass sie gegen diese Verfügung juristisch vorgehen werde.

Weiterhin sickerte durch, dass Federal Mogul ehemaligen Beschäftigten sechswöchige Arbeitsverträge angeboten habe. Noch im vergangenen Jahr hatte sich die Firma geweigert, die Verträge dieser Kolleginnen und Kollegen zu verlängern und sie auf die Straße gesetzt. „Jetzt sollen sie auf LKWs verfrachtet als Streikbrecher in den Betrieb gebracht werden.“ sagte der Betriebsratsvorsitzende Alfred Matejka. Dies sei menschenverachtend.



7. Mai 2009
Seit gestern laufen die Uhren anders


 STREIKnachrichten Nr.1 (PDF im neuen Fenster)



6. Mai 2009
Beginn des Arbeitskampfes bei Federal Mogul
Mit Beginn der Frühschicht, startete heute der Streik bei Federal Mogul.







5. Mai 2009
IG Metaller stimmen für Streik
Bei einer Wahlbeteiligung von 99 Prozent, haben sich über 94 Prozent für einen Streik ausgesprochen.


 Aufruf zur Urabstimmung (PDF im neuen Fenster)

 STIMMzettel zur Urabstimmung (PDF im neuen Fenster)

 Federal-Mogul tarifnachrichten Nr.1 (PDF im neuen Fenster)



5. Mai 2009
Für einen Sozialtarifvertrag bei Federal-Mogul
Ohne Rücksicht auf Verluste will die Geschäftsleitung des Wiesbadener Automobilzulieferers Federal-Mogul die Finanzkrise nutzen und 436 Beschäftigte auf die Straße setzen.
Doch die Metallerinnen und Metaller sind nicht länger bereit, den Buckel hinzuhalten und wollen sich mit einem Sozialtarifvertrag absichern: Im Wiesbadener Werk läuft die Urabstimmung für einen Streik.



Stationen eines Arbeitskampfes:
Hinhalten, abwarten, aussitzen
  1. Schon im Sommer 2008 ließ Federal-Mogul 166 befristete Stellen in Wiesbaden auslaufen. Der Betriebsrat widersprach dem Personalabbau jedoch und rief die tarifliche Schlichtungsstelle an, um eine Arbeitszeitverkürzung nach dem Tarifvertrag Beschäftigungssicherung durchzusetzen.

  2. Zu einer Entscheidung der Schlichtungsstelle kam es jedoch nicht: Im Oktober legte Federal-Mogul nämlich nach und kündigte an, 250 bis 290 Beschäftigten entlassen zu wollen. Schon Ende Oktober sprach die Geschäftsleitung von 400 Entlassungen. Am 13. Januar korrigierte Federal-Mogul diese Zahl auf 436. In der Summe würde damit ein Drittel der Beschäftigten entlassen.

  3. Am 3. Februar schrieb Michael Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wiesbaden-Limburg, an den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. »Sie haben sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder dafür ausgesprochen, dass die Wirtschaft den aktuellen Nachfragerückgang mit Überbrückungsinstrumenten begegnet «, heißt es darin. Viele Arbeitgeber hielten sich auch daran - »leider nicht Federal-Mogul ... Wir bitten Sie als Ministerpräsident, vermittelnd tätig zu werden «. Bei einem Gespräch mit Herrn Staatsminister Dr. Grüttner warb auch die Landesregierung für Überbrückungsinstrumente.

  4. Mitte Februar 2009 erklärte die Geschäftsführung die Verhandlungen für einen Interessenausgleich für gescheitert. Die Einigungsstelle beim Arbeitsgericht wurde angerufen. Sie konnte erst am 27. April tätig werden.

  5. Durch das Urteil des Arbeitsgerichts gewannen die Beschäftigten Zeit: Die Richter verdonnerten Federal- Mogul nämlich, bis zum 17. April 2009 weiter über einen Interessenausgleich zu verhandeln. Das tat die Geschaftsführung dann auch alle drei bis vier Tage - allerdings nur formal. In der Sache blieb sie stur und zeigte keinerlei Kompromissbereitschaft. Alle Vorschläge des Betriebsrats, arbeitsmarkt- oder sozialpolitische Möglichkeiten, wie Kurzarbeit und Qualifizierung zu ergreifen, wurden als »nicht finanzierbar« abgelehnt.

  6. Am 1. April 2009 wählten die Metallerinnen und Metaller bei Federal-Mogul während einer Mitgliederversammlung eine Tarifkommission und beschlossen ihre Forderung nach einem Sozialtarifvertrag. Die IG Metall-Bezirksleitung Frankfurt reichte die Forderung an den Arbeitgeberverband »HESSENMETALL« und die Federal-Mogul-Geschäftsleitung zusammen mit Terminvorschlägen weiter. Alle Vorschläge wurden abgelehnt, zuletzt am 17. April 2009.

  7. Da weder Federal-Mogul noch »HESSENMETALL« an Verhandlungen interessiert waren, beantragte die Tarifkommission beim Vorstand der IG Metall, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären und die Genehmigung zur Urabstimmung für einen Streik.



Das sind unsere Forderungen:
  1. Der Grundbetrag der Abfindung beträgt zwei Bruttomonatsgehälter je angefangenes Jahr der Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

  2. Der Grundbetrag der Abfindung beträgt höchstens 350.000 Euro.

  3. Der Aufstockungsbetrag der Abfindung beträgt 5.000 Euro je Kind. Maßgeblich ist die Anzahl der Kinder auf der Steuerkarte zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

  4. Alle Beschäftigten, denen betriebsbedingt gekündigt werden soll, erhalten ein Angebot zur Begründung eines befristeten Arbeitsverhältnisses bei einer Transfergesellschaft im Sinne des § 216 SGB III. Das Transferkurzarbeitergeld wird aufgestockt auf 80% des letzten Nettoverdienstes.

  5. Zum Zwecke der beruflichen Qualifizierung und Verbesserung der Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt stellt das Unternehmen ein Qualifizierungsbudget zur Verfügung. Das Qualifizierungsbudget beträgt 5.000 Euro je Beschäftigten in der Transfergesellschaft.



Am 18. Mai 2009 schrieb Bernd Schlinkmann
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit vollem Herzen begrüßen wir euren Kampf um die Arbeitsplätze, der durch die konsequente Führung die Geschäftsführung zu wichtigen Zugeständnissen gezwungen hat. Hut ab vor diesem Einsatz. Wir sind in ähnlicher Weise bedroht wir ihr und euer Streik macht uns Mut.
Wir sind 3300 Kolleginnen und Kollegen bei Lenze weltweit, davon 1900 in Deutschland. 600 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden.
An einem Erfahrungsaustausch ist uns sehr gelegen. Wir haben versucht, euch gestern in Berlin zu treffen. Das hat leider nicht geklappt, weil ja erfreulicherweise so viele Menschen auf den Beinen waren. Wir hätten euch gern unsere Solidaritätserklärung persönlich übergeben.
Beim Sammeln der Unterschriften wurden viele Diskussionen geführt, wie unser Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung nach zwei erfolgreichen Aktionstagen weiter erfolgreich geführt werden kann.
Liebe Grüße
Bernd Schlinkmann
Vertrauensleute Lenze Extertal

Am 14. Mai 2009 schrieb bernhard.grunewald@de.opel.com
Lieber Alfred, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Als ehemaliger Glycoianer Hut ab vor Eurem beispielhaften Kampf um die Erhaltung Eurer Arbeitsplätze! Beste Grüße, Bernhard Grunewald, Konzern-und Gesamtschwerbehindertenvertretung Adam Opel GmbH

Am 14. Mai 2009 schrieb uwe ex kollege
Ich hoffe die erkämpfte Gerechtigkeit vor dem Tore hält auch einzug in das Werk-wäre echt notwendig!!

Am 13. Mai 2009 schrieb Vertrauenskörperleitung der IG Metall bei Avaya
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Eure Wut und Empörung über die Ignoranz des Federal-Mogul Managements verstehen wir sehr gut. Den berechtigten Streik gegen die Unvernunft und für einen Sozialtarifvertrag unterstützen wir ausdrücklich! Auch unser Arbeitgeber, der us-amerikanische Kommunikationsdienstleister Avaya (als T&N, Telenorma, Bosch Telecom eine Frankfurter Traditionsfirma ) hat für das laufende Geschäftsjahr den Abbau von 609 Arbeitsplätzen angekündigt.
Die Finanzinvestoren TPG, Silverlake und das Avaya-Management haben ebenfalls Dollarzeichen in den Augen und sind ausschließlich am schnellen, bedingungslosen Profit interessiert. Die betriebliche Tarifkommission hat von Avaya Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag gefordert. Wo der wahnwitzige ungezügelte Abbau von Arbeitsplätzen und der Angriff auf Arbeitnehmerrechte mit Methode voran geht, wird Widerstand zu Pflicht. Ein Kollege von unserer Partnergewerkschaft CWA in den USA hat die Befindlichkeit von USManagern einmal so formuliert:
" Du musst ihnen mit wirtschaftlichem Schaden drohen und notfalls bereit sein diesen auch anzurichten. Erst dann bewegen sie sich. "
Genau das ist unserer Meinung nach der Punkt, gerade auch in Krisenzeiten. Wir haben die Krise nicht verursacht. Die Krise setzt ja nicht zwangsläufig über Jahrzehnte erkämpfte Arbeitnehmerrechte außer Kraft, auch wenn das dem Kapital mehr als Recht wäre.
Für den weiteren Verlauf des Streiks wünschen wir Euch Kraft, Kreativität, Wirkung und vor allen Dingen Durchhaltevermögen.
Lasst Euch nicht von irgendwelchen "Weichspülern" einreden, ein Streik wäre zur Zeit unangemessen.
Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen und nicht die Menschen der Wirtschaft.

Mit solidarischen Grüßen
Für die Vertrauensleute bei Avaya
Andrea Melzer
( Leiterin des IGM Vertrauenskörpers )

Stefan Conrady
( Beisitzer)

Am 13. Mai 2009 schrieb Hermann Schaus MdL, DIE LINKE
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
ich freue mich sehr über euren erfolgreichen Abschluss. Ihr habt gezeigt, dass doch was geht beim Erhalt der Arbeitsplätze, selbst dann,wenn die Arbeitgeber maueren!
Ihr habt mit eurem Streik auch anderen Kolleginnen und Kollegen gezeigt, dass sie sich erfolgreich wehren können und sollen.
Herzlichen Dank und Herzliche Grüße!

Am 13. Mai 2009 schrieb Ferdinand Süwolto
Habe von eurem Kampf gehört (komme aus Lünen) und beglückwünsche euch zu eurem Erfolg!!!

Am 13. Mai 2009 schrieb Ernst Schwarz, Betriebsratsvorsitzender bei Universal Instruments, Neu-Isenburg
Herzlichen Dank für Euren großartigen Kampf, liebe Kolleginnen und Kollegen. Das ist die Sprache, die die Unternehmer verstehen!
Viel Erfolg, solidarische Grüße!

Am 13. Mai 2009 schrieb R.Satzinger
Wer kämpft kann verlieren wer nicht kämpft hat schon verloren

Am 12. Mai 2009 schrieb DIE LINKE. Hessen
Streik bei Federal Mogul ist landesweites Signal

"DIE LINKE. Hessen unterstützt die Belegschaft von Federal Mogul in Wiesbaden - ehemals Glyco - bei der Fortsetzung ihres Streikes, um die Entlassung von 436 Kolleginnen und Kollegen zu verhindern", erklärt Ulrich Wilken, Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE. Hessen.

"Über 94 Prozent der Kolleginnen und Kollegen bei Glyco haben in der letzten Woche für den Streik gestimmt. Mit dieser beeindruckenden Geschlossenheit haben sie ein landesweit wirksames Signal gesetzt: Sie haben gezeigt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch in der Wirtschaftskrise dem Raubtierkapitalismus nicht schutzlos ausgeliefert sind, wenn die Belegschaft zusammenhält. Dieses Signal wird auch andere Belegschaften ermutigen, drohenden Entlassungen ihre Solidarität und Geschlossenheit entgegen zu setzen."

"Die kalte Kompromisslosigkeit und das harte Vorgehen der Geschäftsführung von Glyco sind skandalös", so Wilken. "Ich verurteile ihren Versuch, den Streik bei Glyco durch einstweilige Verfügungen zu behindern. Ihre Versuche, ehemalige Mitarbeiter, die sie vor kurzem selbst entlassen hat, als Streikbrecher anzuheuern, sind eiskalt und zynisch. Ich fordere die Betriebs- und Konzernleitung von Federal Mogul auf, auf die Kündigungen zu verzichten und stattdessen die Höchstdauer der Kurzarbeit voll auszuschöpfen. Die Kurzarbeit muss mit der Möglichkeit zur Weiterbildung und Umschulung verbunden werden."
"Demokratie darf nicht an den Werkstoren aufhören", betont Wilken. "Es ist höchste Zeit, dass die betriebliche Mitbestimmung bis hin zu Belegschaftsanteilen deutlich ausgeweitet wird. Anders als Großaktionäre verfolgen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht das Ziel kurzfristiger Höchstrenditen, sondern des langfristigen Erfolgs ihres Unternehmens."

DIE LINKE. Hessen
Landesvorstand

Dr. Achim Kessler
Landespressesprecher

Am 12. Mai 2009 schrieb ver.di Jugend Südhessen
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Streikende,

die ver.di Jugend Südhessen unterstützt euch und eure Familien, Freunde und Verwandte beim Kampf um eure Arbeitsplätze.
Auch wir kämpfen zurzeit beispielsweise im Sozial- und Erziehungsdienst, beim Darmstädter Echo und im Einzelhandel dagegen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Last einer Krise aufgebürdet bekommen, die sie nicht verursacht haben.
Gewinnen können wir jedoch nur, wenn wir solidarisch zusammenstehen - gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise, die die Grenzen eines Wirtschaftssystems aufzeigt, dass den Profit über alles stellt und denn Menschen ignoriert.
Streikt weiter, liebe Kolleginnen und Kollegen und gebt nicht auf! Ihr habt unsere vollste Unterstützung.

Anne Neuendorf
- Jugendbildungsreferentin -

Am 12. Mai 2009 schrieb Betriebsgruppe der IG Bauen-Agrar-Umwelt in den Sozialkassen des Maler- und Lackiererhandwerks
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

von euerem berechtigten Streik haben wir gehört. Unsere Kollegin Dagmar Hoffmann und der Kollege Michael Leschnik haben euch am 9.5.2009 besucht und uns von eurer Situation berichtet.

Es ist wirklich unglaublich wie verantwortungslos die Geschäftsleitung von Federal Mogul die Existenz von über 400 Mitarbeiter/innen aufs Spiel setzt.

Wir finden es richtig und mutig von euch durch euren Streik Zeichen zu setzen. Sich gegen solche Willkür zu wehren kann nur richtig sein. Allemal besser, als sich wie Lämmer ohne Gegenwehr den Interessen des Unternehmens zu beugen. Zumal noch nicht einmal versucht wird auf Mittel, wie Kurzarbeit zurückzugreifen, um Entlassungen zu vermeiden.

Streik ist keine einfach Sache. Darum wünschen wir euch auf diesem Weg viel Erfolg, Durchhaltevermögen und hoffentlich gute Erfahrungen mit der Solidarität der Kolleginnen und Kollegen.

Mit kollegialen Grüßen
Cornelia Hammen
Betriebsgruppenvorstand

P.S. Ich habe gerade heute morgen gehört, dass euer Streik zunächst erfolgreich war. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch!
Wir freuen uns für euch.

Am 12. Mai 2009 schrieb Verdi Wiesbaden FB 3
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Fairness darf nicht nur ein Wort sein, sie muss auch praktiziert werden -das gilt auch für Federal Mogul! Kämpft weiter und lasst Euch nicht unterkriegen!
Ihr habt unsere volle Solidarität!
Verdi Wiesbaden, Vorstand des FB 3

Am 12. Mai 2009 schrieb Hartmut Bohrer, Fraktionsvorsitzender Linke Liste Wiesbaden
Liebe Kolleginnen und Kollegen, euer Kampf gegen die Arbeitsplatzvernichtung geht alle in unserer Stadt an und hat darüberhinaus große Bedeutung. Auch die Stadtpolitiker/innen müssen Farbe bekennen. Deshalb haben wir unsere Solidaritätserklärung ins Stadtparlament eingebracht. Von der hessischen Landeshauptstadt muss ein Signal ausgehen: In Zeiten wie diesen...hilft den \"kleinen Leuten\" nur Solidarität

Am 12. Mai 2009 schrieb IG Metall SüdOstNiedersachsen
Wir als IG Metall SüdOstNiedersachsen unterstützen den Streik der Beschäftigten beim Automobilzulieferer Federal Mogul in Wiesbaden. Wir fordern den Erhalt aller Arbeitsplätze bei Federal Mogul durch einen Sozialtarifvertrag. Die Beschäftigten bei Federal Mogul stehen vor den Werkstoren für Hunderttausende andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die verursacht durch die Krise um ihre Arbeitsplätze fürchten. Entlassungen können mittels Kurzarbeit verhindert werden. Wir als IG Metall SüdOstNiedersachsen rufen das Management, die Unternehmensleitung von Federal Mogul auf, in dieser Krise gesellschaftspolitische Verantwortung zu zeigen und sich mit dem Betriebsrat und der IG Metall zu verständigen.

Am 12. Mai 2009 schrieb Betriebsrat der DOCTER OPTICS Neustadt Orla
haltet durch und setzt euch durch!
Auch wenn den Unternehmern der Welt die Enzelschicksale egal sind, sollten wir Kolleginnen und Kollegen zusammenhalten und für ordentliche Lösungen der anstehenden Probleme kämpfen.

Wir halten zu euch!
Und ihr haltet durch

Am 12. Mai 2009 schrieb Madeline
Ich wünsche Euch genug Durchhaltevermögen!

Am 12. Mai 2009 schrieb Annegret Gärtner-Leymann, IGM-Betriebsrätin Opel Bochum
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
solidarische Grüße
aus Bochum! Euer Streik ist genau richtig! Gerade in dieser Situation der Krise und dem Versuch, ihre Lasten auf uns abzuwälzen, ist es wichtig dass wir unsere gewerkschaftliche Kampfkraft zeigen. Darin setzt ihr für viele Belegschaften ein wichtiges Signal. Insbesondere das gerichtliche Verbot der Torblockaden fordert unsere Solidarität heraus. Wir selbst wissen noch von unserem 7-tägigen Streik 2004 wie wichtig solche wirksamen Maßnahmen sind. Wie kann es sein, dass Konzerne heuern und feuern dürfen wie es ihnen gerade paßt, und uns nicht einmal das Recht eines wirksamen Streiks zugestanden wird? Über dieses System aber auch Alternativen ist es heute höchste Zeit einmal nachzudenken. Laßt euch nicht unterkriegen, wir stehen hinter euch!
mit solidarischen Grüßen im Namen von vielen weiteren Kollegen,
A.Gärtner-Leymann, IGM-Betriebsrätin Opel Bochum

Am 12. Mai 2009 schrieb Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen
Liebe Kolleginnen und Kollegen von Federal Mogul Wiesbaden,
auf diesem Wege übersenden wir Metallerinnen und Metaller aus dem Bezirk Berlin- Brandenburg-Sachsen unsere herzlichen und solidarischen Grüße.
Wir sind im Gedanken bei Euch und bei Euren Familien.
Wir haben mit Empörung erfahren, dass die Geschäftsleitung von Federal Mogul Wiesbaden 436 Kolleginnen und Kollegen von Euch betriebsbedingt kündigen will, ohne dafür die wirtschaftlichen Gründe konkret zu benennen und nachzuweisen.
436 Kolleginnen und Kollegen sollen einer Konzernstrategie zum Opfer fallen, die von Profitgier und Menschenverachtung geleitet ist. 94,39 Prozent bei der Urabstimmung für den Arbeitskampf sind ein klares Votum für die Menschenwürde und gegen die Willkür der Konzerne.
Manager, die sich ihre Vorstandsgehälter maßlos erhöhen und gleichzeitig die berufliche Existenz tausender Menschen und ihrer Familien vernichten, gehören geächtet.
Im Jahre 2006 haben wir bei der CNH-Baumaschinen GmbH und bei Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH in Berlin-Spandau monatelang für einen Sozialtarifvertrag streiken müssen. Daher wissen wir aus eigener Erfahrung, dass die Bereitschaft zum Streik und die Führung eines Streiks selbst oftmals mit vielen Härten verbunden ist.
Wir lassen uns nicht Standort für Standort gegeneinander ausspielen. Euer Kampf ist unser Kampf! Es geht um Eure Arbeitsplätze, die beruflichen Perspektiven Eurer Kinder und nicht zuletzt um die Industrieregion Wiesbaden.
Eure Auseinandersetzung hat auch Signalwirkung an viele andere Betriebe, nicht nur in der Metallwirtschaft.
Unsere konkrete Solidarität und unser gemeinsamer gewerkschaftlicher Widerstand sind das Gebot der Stunde.
150 000 Mitglieder im Bezirk stehen in dieser Auseinandersetzung an Eurer Seite.
Wir wünschen Euch Standfestigkeit, Mut und viel Erfolg beim Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze bei Federal Mogul Wiesbaden.

Am 12. Mai 2009 schrieb Manuela Schon
Liebe KollegInnen,
ihr habt den richtigen Weg eingeschlagen. Ich wünsche euch sehr viel Kraft für euren wichtigen Kampf gegen das geplante Arbeitsplatz-Vernichtungsprogramm eurer Geschäftsleitung.
Mit solidarischen Grüßen
Manuela Schon, Kreisvorsitzende DIE LINKE.Wiesbaden

Am 12. Mai 2009 schrieb Betriebsrat und Vertrauensleute von Electrolux/AEG Hausgeräte Nürnberg
Liebe Kolleginnen und Kollegen von Federal Mogul,
mit Empörung haben wir die Pläne Eurer Konzernzentrale zur Kenntnis genommen, 436 Kolleginnen/Kollegen noch in diesem Monat zu entlassen. Wie wir lesen, ging der Konzern auf keinerlei Vorschläge des Betriebsrats zum Erhalt der Arbeitsplätze ein, wie: ?Kurzarbeit bis 24 Monate, Kurzarbeit Null, mit Qualifizierung und Weiterbildung?. Was zählt sind nur Kopfzahlen! Jegliche soziale und gesellschaftliche Verantwortung wird dabei über Bord geworfen.
Wir sehen viele Parallelen zwischen Federal Mogul und Electrolux/AEG Hausgeräte. Auch für unsere Konzernzentrale in Stockholm zählen nur Kopfzahlen! So sollen auch bei uns in Nürnberg wieder 70 Kolleginnen/Kollegen entlassen werden. Um gegen diese geplanten Entlassungen vorzugehen, treffen sich die Gesamtbetriebsräte/ der Konzernbetriebsrat von Electrolux/AEG Hausgeräte am 12. und 13. Mai 09. Deshalb können wir unsere Solidarität leider nicht persönlich zum Ausdruck bringen, aber mit dem Herzen sind wir dabei.
Für Eure weiteren Verhandlungen mit Federal Mogul um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze und für Euren mutigen Streik wünschen wir Euch Erfolg und Ausdauer.

Am 12. Mai 2009 schrieb Betriebsrat Firma Dagro GmbH in Insolvenz
Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Betriebsrat der Dagro Gera GmbH in Insolvenz, solidarisiert sich mit Euch im Kampf für die Erhaltung aller Arbeitsplätze. Wir wünschen Euch viel Erfolg für den Arbeitskampf, da wir sehr genau wissen, wie schwer es ist mit einen Arbeitgeber zu verhandeln ,der nur die Lösung aller Probleme in Entlassungen sieht. Aber dies ist der falsche Weg. Es gibt andere Mittel und Wege den Arbeitsplatz zu Erhalten und zu Sichern. Dafür wurde von Seiten der Bundesregierung die Kurzarbeit weiter ausgebaut und die Möglichkeiten der Qualifizierung über WeGeBAu zum Beispiel. Davon möchten die Arbeitgeber aber immer nix wissen. Wir werden die Entwicklung bei Euch weiter beobachten und hoffen auf einen positiven Verhandlungsausgang.
Mit freundlichen Grüßen
Betriebsrat
Firma Dagro Gera GmbH in Insolvenz

Am 12. Mai 2009 schrieb Frauenverband Courage e.V.
An die Kolleginnen und Kollegen der Federal Mogul, Wiesbaden

Der Frauenverband Courage e.V. sendet Euch von der 7. Bundesdelegierten-Versammlung solidarische Grüße. Eine Delegierte informierte uns über Euren unbefristeten Streik im Kampf um jeden Arbeitsplatz. Ein großer Diskussionspunkt auf unserer Delegiertenversammlung war die Weltwirtschaftskrise, ihre Auswirkungen auf unser Leben und wie wir uns dagegen wehren müssen, damit die Lasten dieser Krise nicht auf unserem Rücken ausgetragen werden. Viele Betriebe sind zur Zeit in Kurzarbeit und da kein Ende der Krise in Sicht ist, sind (Massen)-Entlassungen eine Frage der Zeit. In dieser Situation ist Euer mutiger Schritt, für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen, ein wichtiges Signal an alle anderen Betriebe! Geht es doch auch um die Zukunft unserer Jugend. Auch der Frauenverband Courage setzt sich für eine lebenswerte Zukunft ein. Dazu steht in unserem Programm:
?Wir wollen eine menschenwürdige, gerechte Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung von Mensch und Natur, in der die Befreiung der Frau Wirklichkeit wird ? eine Zukunft, in der wir unser ganzes Leben und unsere Geschicke selber in die Hand nehmen, in der unsere Meinung und Interessen geachtet werden. In diesem Ziel und dem Einsatz dafür fühlen wir uns der internationalen Arbeiterbewegung eng verbunden. Wir arbeiten dazu mit der Jugend-, Umwelt- und Friedensbewegung zusammen.? In diesem Sinne werden die Courage-Frauen dieser Versammlung Euren Kampf um jeden Arbeitsplatz in alle Städte mitnehmen, von Hamburg bis München darüber berichten und zur Solidarität aufrufen!

Mit solidarischen Grüßen aus Wuppertal
Frauenverband Courage e.V., 10. Mai 2009
80 Teilnehmerinnen aus 38 Städten

Am 12. Mai 2009 schrieb Jane Zahn
Ihr seid großartig!

Am 12. Mai 2009 schrieb ver.di Jugend Südhessen
Solidaritätserklärung der ver.di Jugend Südhessen mit den Streikenden bei Federal Mogul
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Streikende,
der ver.di Bezirksjugendvorstand Südhessen unterstützt euch und eure Familien, Freunde und Verwandte beim Kampf um eure Arbeitsplätze. Auch wir kämpfen zurzeit beispielsweise im Sozial- und Erziehungsdienst, beim Darmstädter Echo und im Einzelhandel dagegen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Last einer Krise aufgebürdet bekommen, die sie nicht verursacht haben. Gewinnen können wir jedoch nur, wenn wir solidarisch zusammenstehen - gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise, die die Grenzen eines Wirtschaftssystem aufzeigt, dass den Profit über alles stellt und denn Menschen ignoriert. Streikt weiter, liebe Kolleginnen und Kollegen und gebt nicht auf! Ihr habt unsere vollste Unterstützung.

Am 12. Mai 2009 schrieb VK und BR.MAN Werk Nürnberg
Eure Gegenwart könnte unsere Zukunft sein - Wer sich nicht rechtzeitig wehrt,könnte zu spät kommen. Euch allen,Solidarität- in Eurem Existenzkampf.

Am 12. Mai 2009 schrieb Betriebsrat - ISE Automotive GmbH Standort Duisburg
Liebe Kolleginnen und Kollegen von Federal Mogul, wir unterstützen Euch gegen die geplanten Kündigungen von 436 Kolleginnen und Kollegen am Standort Wiesbaden und erklären uns mit Euch solidarisch. Wir finden es richtig, dass Ihr Euch gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung zur Wehr setzt und begrüßen Euren Arbeitskampf für einen Sozialtarifvertrag. Es ist einfach eine Schande, für die Steigerung der Profite der Federal Mogul GmbH Arbeitsplätze zu vernichten. Wir wünschen Euch viel Erfolg und das nötige Durchhaltevermögen.

Am 12. Mai 2009 schrieb Andreas Pawlowski
Ich möchte euch nur sagen: seid stark, entschlossen und vorallem zieht an einem Strang. Ihr müßt nicht eure Köpfe für andere hinhalten! Grüße von der Belegschaft der Siemens AG aus Duisburg

Am 12. Mai 2009 schrieb Joé
Haltet aus ! Nur zusammen sind wir stark und nur gemeinsam können wir etwas bewegen !

Am 12. Mai 2009 schrieb Thomas Gebenroth
In den letzten Jahren habt ihr dafür gesorgt, dass die Unternehmens-gewinne maximiert wurden. Jetzt ist es an der Unternehmensleitung, etwas für euch zu tun. Nutzt alle Werkzeuge die ihr habt um eure Beschäftigung zu erhalten. Der Kampf wird sich lohnen.

Am 11. Mai 2009 schrieb Corinne
Kämpft um eine gerechte Verteilung! Denkt daran, dass diese Krise auch eine Chance auf mehr Solidarität sein kann.

Am 11. Mai 2009 schrieb Horst Heinz, Minden/Westf.
Liebe Kollegen, als Rentner (früher IG Medien Wiesbaden) erkläre ich mich mit euch solidarisch und wünsche euch Erfolg in euerem Kampf. Mit solidarischen Grüßen Horst Heinz

Am 11. Mai 2009 schrieb Tom Adler Betriebsrat Daimler Untertürkheim
Liebe KollegInnen, ihr zeigt vorbildhaft, was die einzig richtige Antwort auf die Angriffe der Unternehmer ist: Widerstand leisten, Protest und Arbeitskampf organisieren! Euer Streik zeigt Wirkung in der Autoindustrie! Ihr demonstriert:wir sind nicht wehrlos in der Krise! Das ist ein wichtiges Signal auch für die Auto-Belegschaften. Seid versichert: unsere Kollegen stehen hinter Euch! Nicht locker lassen!

Am 11. Mai 2009 schrieb Andreas Bommersheim
ich übersende die grüße von vielen kollegen der firma König und Neurath AG. wir stehen hinter euch.

Am 11. Mai 2009 schrieb Bruno Köhler
Hallo Kolleginnen und Kollegen in Wiesbaden, wir am Standort Federal Mogul in Herdorf haben uns am Mittwoch mit euch solidarisch erklärt.
Haltet durch, auch für alle anderen Standorte, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben.

Am 11. Mai 2009 schrieb Kathrin Weber
Ich unterstütze euer Vorgehen voll und ganz.
Lasst euch nicht entmutigen und kämpft für euren Arbeitsplatz!

Am 11. Mai 2009 schrieb Veit Wilhelmy, Gewerkschaftssekretär, IG BAU
Solidarität mit den Streikenden bei Fa. Federalmogul Wiesbaden

Lieber Alfred, lieber Thomas, lieber Michael,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte Euch die solidarischen Grüße der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt, Bezirksverband Wiesbaden-Limburg übermitteln.

Der Kampf um Eure 436 Arbeitsplätze bewegt alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Wiesbaden und weit darüber hinaus. Ihr kämpft für eine wahrlich gerechte Sache. Mit welcher Arroganz die Geschäftsleitung die berechtigte Forderung nach Kurzarbeit und einen Sozialtarifvertrag wegignoriert ist menschenverachtend und extrem arbeitnehmerfeindlich.

Eure Antwort heißt zurecht Arbeitskampf! Das ist kein Spaziergang für die kämpfenden Kolleginnen und Kollegen in Eurem Betrieb. Ich habe mit Stolz verfolgt, dass der Kampfeswillen der Streikenden ungebrochen ist und das ist gut so! Nur wenn die solidarische Arbeitsniederlegung durchgehalten wird, kann die IG Metall zusammen mit dem Betriebsrat auch sachgerechte Lösungen herbeiführen.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Durchhaltevermögen bei Eurem Kampf.

Ihr könnt sicher sein, dass immer mehr Menschen Euren Widerstand und Kampf unterstützen und würdigen.

Eure Auseinandersetzung hat auch Signalwirkung in viele andere Betriebe, nicht nur in der Metallwirtschaft.

Ihr werdet diese Machtprobe bestehen! Solidarität ist eine starke Waffe im Kampf um Gerechtigkeit.

In diesem Sinne: Glück auf!

Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen
Veit Wilhelmy
Gewerkschaftssekretär, IG BAU Bezirksverband Wiesbaden-Limburg

Am 11. Mai 2009 schrieb Werner Bachmann
Ich fordere eine Abfindungá la Mehdorn für jede/n Entalssene/n!

Am 11. Mai 2009 schrieb Claudia
Hallo,
weiter so, das ist der richtige Weg.
Grüße aus Frankfurt

Am 11. Mai 2009 schrieb Betriebsrat Enge
Wir wünschen euch viel Erfolg udn werden weiterhin solidarisch mit euch sein.
Jakob Schäfer (BRV)

Am 11. Mai 2009 schrieb Franzi Biewendt
Am Freitag war ich mit meinem BJA Frankfurt bei euch, um unsere Solidarität zu bekunden. Ein super Erlebnis, da ich euer Durchhaltevermögen F-A-N-T-A-S-T-I-S-C-H finde! :-) Macht weiter so, wir stehen - wie am Freitag schon gesagt - hinter euch!

Am 11. Mai 2009 schrieb Jürgen Planert, DGB Südhessen
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
aus eurer benachbarten DGB-Region sende ich euch -auch im Namen der südhessischen Gewerkschaften solidarische Grüße nach Wiesbaden.
Es ist sicher nicht selbstverständlich, wie ihr euch gegen Arbeitsplatzabbau und Krisenbewältigung zu Lasten der Arbeitnehmer wehrt. Aus diesem Grund steht ihr in eurer Auseinandersetzung nicht allein. Wir wünschen euch viel Kraft und Ausdauer in eurem Arbeitskampf!!!

Mit solidarischen Grüßen
Jürgen Planert
Vorsitzender DGB Region Südhessen

Am 11. Mai 2009 schrieb Kurt Zaun
Liebe Kolleginnen und Kollegen, solidarische Sollidarische Grüße aus Kostheim, wir wünsche Euch alles Gute, auf Eurem schweren aber richtigern Weg.
Betriebsrat
Carrier Mainz

Am 11. Mai 2009 schrieb Jürgen Becker
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 14.05. wird auf Antrag der Linken Liste eine Resolution im Stadtparlament gefordert.

Sehr geehrte Damen und Herren,Liebe Kolleginnen und Kollegen,

1600 Kolleginnen und Kollegen befinden sich bei der Glyco heute Federal Mogul im Streik.

Aufgrund unseres Antrages im Finanzausschuss, hat OB Müller und Stadtrat Bendel den Kontakt zu Geschäftsleitung mitgeteilt.

Sie schränkten eine direkte Einflussnahme ein, dass versteht sich von selbst! Ein Eingriff in die Tarifautonomie wollen die Kolleginnen und Kollegen Auch nicht.

Was sie aber benötigen, ist eine solidarische Unterstützung der Bürgerschaft Und deren Vertreter.

Ein solches Signal, erhöht den öffentlichen Druck auf die Geschäftsleitung, Das Argument (OB Müller): Entlassungen für die Standortsicherung in Kauf zu nehmen darf nicht zur politischer Arithmetik werden.

Gerade in dieser Krisengeschüttelten Zeit, muss mit allen gebotenen Mitteln Personalabbau verhindert werden. 436 Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien gehen sonst einer ungewissen Zukunft entgegen.

Solidaritätserklärung:

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Federal Mogul Wiesbaden,

die Geschäftsleitung von Federal Mogul Wiesbaden will 436 Kolleginnen und Kollegen von euch betriebsbedingt kündigen. Unsere Solidarität gehört eurem Kampf um den Erhalt eurer Arbeitsplätze bei Federal Mogul!

Ein Personalabbau in dieser Größenordnung bedeutet nicht nur für jeden von euch eine Katastrophe. Wer findet bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage in der Region einen neuen Job? Ein solches von der Geschäftsleitung geplantes Arbeitsplatzvernichtungsprogramm wäre ein weiterer Schritt zum sozialen Niedergang. Der Verlust von 436 Jobs bedeutet noch weniger Beschäftigung, noch weniger Kaufkraft, noch mehr soziale Not.

Ganz Wiesbaden würde durch den Verlust der 436 Arbeitsplätze in euren Betrieb ein Stück Beschäftigung, ein Stück Hoffnung und ein Stück Zukunft verlieren.

Wir unterstützen euren Protest! Die Geschäftsleitung von Federal Mogul Wiesbaden hat auch soziale Verpflichtungen gegenüber ihren Beschäftigten und unserer Stadt. Es kann nicht sein, dass Federal Mogul jahrelang hier am Standort Wiesbaden mit eurer Arbeit gut verdient hat und bei einem konjunkturellen Einbruch als Lösung kein anderes Mittel als den Personalabbau sieht.

Wir fordern deshalb mit euch die Konzernführung auf, den Personalabbaubeschluss zurückzunehmen, in neue Produkte zu investieren und so dem Werk und euch eine Zukunft zu sichern.

Kurzarbeit Ja! Entlassungen Nein!

Jürgen Becker
Sozialpolitischer Sprecher der Linken Liste

Am 11. Mai 2009 schrieb René Ruth
Hallo liebe Leute,
ich wünsche Euch viel Erfolg im Interesse Eurer Familien und bleibt standhaft trotz der sicher noch kommenden Verleumdungen und Lügen.

Mit solidarischen Grüßen
René Ruth
(ehrenamtlicher Referent der IGM)

Am 11. Mai 2009 schrieb Carmen Bieler-Schwarz
Ihr schafft das! ... und denkt daran, ihr kämpft auch als Vorreiter für uns in Herdorf und alle anderen FM-Standorte in Deutschland.

Am 10. Mai 2009 schrieb Nicole Ilbertz
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das dass Management von Federal-Mogul in der ?Finanz- und Wirtschaftskrise? mit Kündigen reagiert halte ich für Verantwortungslos!

Die Bundesregierung hat reagiert und Instrumente geschaffen die genau das während der Wirtschaftskrise verhindern soll! Warum Federal-Mogul nicht dazu bereit ist diese Instrumente voll auszuschöpfen ist mir ein Rätsel?

Kann sich Federal - Mogul noch nicht mal mehr an die eigenen Grundwerte erinnern?

?We are a team first.
We respect, trust and help each other.
We act with integrity.
We are driven to be the best in all we do.
We create value throughinnovation.
We celebrate our success.

Es ist ein Hohn das diese ?Core Values? immer noch auf der Internet-Seite zu finden sind.

Ich für meinen Teil möchte euch Solidarische Grüße senden, ich drücke euch die Daumen, Ihr habt meine Hochachtung!

Nicole Ilbertz - Mitglied des Betriebsrates von Federal-Mogul Burscheid GmbH

Am 9. Mai 2009 schrieb IG Metall Augsburg
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wie so oft zeigt sich erst in einer schwierigen Situation, wer ein \"Unternehmer\" ist. Dazu gehört Engagement, Loyalität zur Belegschaft, Kreativität und vor allem Mut.
Trotzdem die Belegschaft in der Vergangenheit bereits einen hohen Beitrag zur Standort- und Beschäftigungssicherung geleistet und Ihr mit einer beispiellosen Eigeninitiative aufgezeigt habt, wie Alternativen zu Entlassungen aussehen könnten, reagieren Eure Arbeitgeber mit der einfallslosen Maßnahme von Entlassungen.

Zu Recht setzt Ihr alles daran die Interessen Eurer Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu vertreten. Bereits in anderen Fällen hat sich das Instrument eines Sozialtarifvertrags bewährt. Die große Zustimmung zu einem Streik, ist Euch sicher auch Signal, dass die Belegschaft voll hinter Euch steht.

Für Euren Kampf um sichere Arbeitsplätze und einen angemessenen Nachteilsausgleich für die Kolleginnen und Kollegen wünschen wir Euch Mut, Kraft und die allseitige Unterstützung, die für einen erfolgreichen Abschluß notwendig ist.

Am 9.Mai.2009 schrieb Oliver Krüger, Arbeitnehmer
In Zeiten schwindender Arbeitnehmerrechte ist es nötig, die Bevölkerung und die Politik zu sensibilisieren. Nicht protestieren heißt akzeptieren!Tragt euren Protest in die Welt hinaus! solidariche Grüße

Am 9.Mai.2009 schrieb jürgen span
ich finde es einfach super wie ihr euch für die kollegen einsetzt.
gebt nicht auf, und zeigt den bossen die stirn. denn wer für andre sachen geld ausgibt, sollte sich lieber für seine mitarbeiter einsetzen.
gruss ein ex glycojaner

Am 8.Mai.2009 schrieb Rita Holzhauser
Liebe EX-Kollegen ich finde es toll das ihr euch für andere einsetzt.Deshalb lasst euch nicht unterkriegen und zeigt den da oben die Zähne. LG Rita

Am 8.Mai.2009 schrieb Petra Beil
Liebe Kolleginnen,liebe Kollegen,
ich schicke euch die solidarischen Grüße aus NRW.Euer Beispiel wird Schule machen.Nur so wird Federal Mogul verstehen, dass Menschen mehr zählen als die Renditen. Ich wünsche euch viel Erfolg! Petra Beil
IG Metall NRW

Am 8.Mai.2009 schrieb Reiner Gent
Haltet durch das wünscht euch aus Berlin

Am 8.Mai.2009 schrieb Anton Harper
Haltet durch!
Es wird endlich Zeit sich gegen die zunehmende Verschlechterung unserer Arbeits-und Lebensbedingungen zu wehren. Nachdem der Kapitalismus an die Wand gefahren ist, ist es nun an uns eine solidarische Gesellschaft zu erkämpfen!
Solidarische Grüße

Am 8.Mai.2009 schrieb BR und IGM-VKL Alstom Power Mannheim
Betriebsrat und VKL Alstom Power Mannheim
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Betriebsrat und Vertrauenskörperleitung von Alstom Power Mannheim unterstützen Euren Streik gegen Entlassungen bei Federal Mogul. Gegen skrupellose Arbeitsplatzvernichter ist Widerstand eine Pflicht und ein Recht! Wir unterstützen Eure Forderung nach Erhalt der Arbeitsplätze in Wiesbaden. Der Erhalt von Arbeitsplätzen muß Vorrang haben vor Gewinnmaximierung! Wir selbst haben zuletzt 2005 erfolgreich gegen die von Alstom in Mannheim-Käfertal geplante Vernichtung von 970 Arbeitsplätzen gekämpft.

Laßt uns den Widerstand gegen Stellenabbau über alle Grenzen hinweg koordinieren. Setzen wir das Verbot von Entlassungen und einen sozialen Schutzschirm gegen die Krise für (noch-)beschäftigte und bereits erwerbslose Kolleginnen und Kollegen durch!
Wir rufen Euch zu: Nur wer kämpft kann gewinnen! Gemeinsam sind wir stark!
Solidarische Grüße

Am 8.Mai.2009 schrieb Reinhard Schäfer
Solidarische Grüße von den IGM Vertrauensleuten der Opel Eisenach GmbH.
Mit großem Interesse verfolgen wir euren Arbeitskampf. Während bei den \"Großen\" wie Opel die Öffentlichkeit von allen Schweinereien der Konzernleitung Kenntnis hat, müsst ihr erst richtig viel Lärm machen. Laßt euch nicht einschüchtern. In der Krise sehen Arbeitgeber ihre Chance alle Errungenschaften der letzten Jahre zurückzudrehen. Im Moment kann jede Belegschaft schon die nächste sein. Deshalb wünschen wir euch viel Erfolg in eurem Kampf.

Am 8.Mai.2009 schrieb Peter-Martin Cox
Hi,
als Geschäftsführer der NGG Region Rhein-Main werde ich auf Euer Anliegen unsere Betriebsräte und Aktiven informieren.
Ich wünsche Euch einen langen Atem, Kraft und Zusammenhalt.
Solidarische Grüsse
Peter-M. Cox

Am 8.Mai.2009 schrieb Weinand Hans
Liebe KollegInnen,
genau vor 25 Jahren habe ich, wie Ihr heute, vor dem Glyco-Tor gestanden, um für eine Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten. Nur die Verkürzung der Arbeitszeit sichert Arbeitsplätze, in der jetzigen Situation durch Kurzarbeit und darüberhinaus durch eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.Ich wünsche Euch Erfolg und hoffe, daß damit auch für andere KollegInnen ein Signal ausgeht.
mit solidarischen Grüßen Hans Weinand

Am 8.Mai.2009 schrieb Roland Stark
Hallo Kolleginnen und Kollegen,
an der derzeitigen Krise der Weltwirtschaft seit Ihr mit Garantie nicht schuld. Diejenigen, die das zu verantworten haben, nehmen Euch und Uns aber in Sippenhaft. Wir alle sollen Deren Suppe auslöffeln.
Als Betriebsrat eines Automobilzulieferers fühle ich mit Euch. Diese Suppe muss versalzen werden. Euer Kampf ist unser Kampf.

Mit solidarischen Grüßen
Roland Stark
GBRV KS Kolbenschmidt GmbH

Am 7.Mai.2009 schrieb Bernd Feuerpeil, KBR-Vors.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch solidarische Grüße von den Arbeitnehmervertreter der Aleris Deutschland GmbH. Es ist eine Schande mit ansehen zu müssen, wie Arbeitgeber anstatt die ihnen zur Verfügung gestellten Werkzeuge zu nutzen, lieber die Gelegenheit ergreifen Personal zu reduzieren. In den Talkshows reden sie davon, alles daran zu setzen um in der Krise kein Personal zu entlassen, aber die Wirklichkeit sieht völlig anders aus. Wir sollen jetzt für den Mist, den wir nicht verbockt haben, bezahlen. Kämpft weiter Kolleginnen und Kollegen. Wir wünschen euch die nötige Kraft und viel Erfolg.

Am 7.Mai.2009 schrieb werner klumpp
Hallo KollegInnen!

ich unterstütze Euch im Streik gegen Entlassungen - nicht aber im Streik um einen \"Sozial\"-TV.
Wenn die IGM nun wieder mal sagt: Streik gegen Entlassungen ist aber verboten - na und?! Entweder meint die IGM es ernst mit der Forderung \"Keine Entlassungen in 2009\" oder nicht. Verbot hin oder her. Jobs sind wichtiger als solch ein mittelalterliches Streikrecht. Es ist an der Zeit, dieses Verbot zu ignorieren und offensiv dagegen zusammenzustehen!

In diesem Sinne unterstütze ich Euren Kampf von ganzem Herzen!!

Werner Klumpp, IGM-VKL Xenterio Offenburg

werner.klumpp@xenterio.com

Am 7.Mai.2009 schrieb Hans-Gerd Öfinger
Endlich steht eine Belegschaft auf und zeigt, dass Widerstand möglich ist. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren! Wer heute sagt zum Kampfe Nein, wird morgen ohne Arbeit sein. Nicht lockerlassen!
Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Am 7.Mai.2009 schrieb Hans-Gerd Öfinger
Solidaritätskomitee unterstützt Streik bei Federal Mogul

Zur Unterstützung des aktuellen Streiks bei Federal Mogul (ehemals Glyco Metallwerke) in Wiesbaden-Schierstein und besseren Vernetzung von Belegschaften im Rhein-Main-Gebiet, die mit drohenden Entlassungen konfrontiert sind, hat sich am Mittwochabend im Wiesbadener ver.di-Büro ein Solidaritätskomitee ?Netzwerk Verteidigung der Arbeitsplätze? gebildet. Die 25 Anwesenden repräsentieren überwiegend Betriebsräte aus Betrieben der Metall-, Druck- und Verpackungsindustrie, Einzelhandel und Versicherungen und streben gegenseitige Hilfe und Erfahrungsaustausch an, um den drohenden Arbeitsplatzabbau zu verhindern. Erste öffentliche Aktion des Bündnisses ist ein Infostand auf dem Wiesbadener Mauritiusplatz am Samstag, 9. Mai 2009, in der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr. Dabei soll die Bevölkerung über den Arbeitskampf bei Federal Mogul informiert und zu Solidaritätsbesuchen bei den Streikenden ermuntert werden.

Weitere Infos: Hans-Gerd Öfinger, ver.di Fachbereich Medien, Tel. 0173.6528418

Am 7.Mai.2009 schrieb Abdelhak Chemlal, Hayattv
Kämpft weiter Genossen, auch wenn es nur den Kampfes wegen. Hoch lebe die Arbeiter-Solidarität-International.

Am 7.Mai.2009 schrieb Uwe Meyer
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich habe live den Arbeitskampf beim Fahrtreppenhersteller OTIS in Stadthagen bei Hannover mitgemacht. Auch dort ging es bei guter Rendite um den Kampf eines Sozialtarifvertrages. 100% Mitglieder haben lange durchgehalten und mehr erreicht als in einem \"normalen\" Interessenausgleich und Sozialplan.

Wer wenn nicht wir, wann, wenn nicht jetzt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, DRANBLEIBEN!!!!

Am 6.Mai.2009 schrieb Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Fraktion im Hessischen Landtag
SPD-Fraktion solidarisch mit den Streikenden bei Federal Mogul

„Die hessische SPD erklärt sich solidarisch mit den streikenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Federal Mogul“, sagte der hessische Fraktions- und Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel am Mittwoch in Wiesbaden.

Die Bundesregierung und allen voran Arbeitsminister Olaf Scholz hätten die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass Entlassungen vermieden werden könnten. Die Möglichkeiten der Verlängerung der Kurzarbeit und zur Qualifizierung bei Kurzarbeit müssten dann aber auch angenommen werden. „Der größte industrielle Arbeitgeber Wiesbadens darf nicht ein Viertel seiner Belegschaft auf die Straße setzen, sondern muss die Alternativen ausschöpfen.“

„Ich hoffe, dass der Streik ein Signal für die Unternehmensleitung ist, doch noch einzulenken und mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften über die Nutzung von Kurzarbeit und einen Sozialplan Einigkeit zu erzielen“, erklärte Schäfer-Gümbel abschließend.

Am 6.Mai.2009 schrieb Frank Herrmann
Solidarische Grüße vom DGB Südosthessen aus Hanau. Ich wünsche euch viel Kraft und Erfolg bei eurer Auseinandersetzung.

Am 6.Mai.2009 schrieb Oliver Dietzel
Liebe Kolleginnen und Kollegen, solidarische Grüße aus Kassel, ich wünsche Euch alles Gute, Euer Weg ist der richtige!!!

Am 6.Mai.2009 schrieb Matthias Körner
Haltet durch. Wenn Federal-Mogul die Entlassungen durchsetzt, wird es auch bei weiteren Betrieben Entlassungen geben.